...und da bin ich gerade unterwegs...

Sonntag, 30. März 2008

24.3. Das andere Norwegen Tag 3 (18.03.2008) in Trondheim – „Wo soll man denn da Urlaub machen?“

Das wohl interessanteste am 3. Tag – neben der eigentlichen Schifffahrt - war Trondheim. Im Tagebuch steht unter Tirsdag, 18.03.2008 12:14 Uhr folgendes dazu geschrieben:

„Uff, gerade noch geschafft… Ja, wir mussten eben tatsächlich laufen, um unser Schiff, das um Punkt 12:00 Uhr in Trondheim abgelegt hat, zu erreichen – damit hätten wir das Sportprogramm für heute auch erledigt. (Anmerkung: …zur Erheiterung der anderen Passagiere, die uns von Deck aus beobachteten!).
Aber nun der Reihe nach…
[…] …ja, und heute morgen sind wir dann kurz vor 6:00 Uhr bei regem Schneefall in Trondheim eingelaufen... Um kurz nach halb sieben konnte Judith mich dann nicht mehr halten, und wir sind aufgestanden, um uns zu einem kleinen Morgenspaziergang aufzumachen und just in dem Moment, als wir das Schiff verließen, hörte es auf zu schneien und die Sonne strahlte uns an und so konnten wir noch einen wunderschönen Sonnenaufgang über Trondheim genießen…
Bei unserem rund 1,5-stündigen Morgenspaziergang haben wir unter anderem die „Festung Kristiansten“ aufgesucht, die auf einem kleinen Hügel lag und einen wunderschönen Panoramablick über das verschneite Trondheim bis hinaus aufs Meer bot. Des Weiteren sind wir durch die „Nedre Bakkelandet“ geschlendert – eine Straße mit ganz vielen bunten alten Holzhäusern direkt an der Nidelva. Die Häuschen in „Bryggene“ stehen auf Holzpfählern und sind einfach nur schön anzusehen – fast wie in den Astrid Lindgren-Büchern beschrieben!
Von dort haben wir uns dann über die „Gamle Bybrua“, eine hölzerne Brücke über den Nidelv, wieder in Richtung Hafen auf die MS Trollfjord begeben und uns erstmal dem leckeren Frühstücksbuffet gewidmet…
…nach dem „kleinen“ Päuschen gab es dann noch Klamottenwechsel – von sportlich praktisch zu stadttauglich – und wieder ging es in Richtung Stadt. Nun stand die „Fiskhall“ – ein riesiger Fischladen und der Nidarosdom auf dem Programm…
Auch wenn ich Vegetarierin bin, fand ich die „Ravnkloa Fiskhall“ ziemlich interessant, gab es doch etliche Dinge, die ich vorher noch nie gesehen hatte… …und zudem gab es einige dieser Tierchen noch lebend in einem kleinen Becken zu begutachten…
[…]
Von dort sind wir dann zum Nidarosdom – eine der größten und bedeutendsten Kirchen Norwegens und ganz Skandinaviens, erbaut in einem Mix aus Romanik und Gotik.
Leider konnten wir die Kirche nur von außen sehen, da sie in der „Winterzeit“ nur von 12:00-14:30 Uhr zur Besichtigung geöffnet ist.
…und von dort haben wir uns dann wieder in Richtung Hafen bewegt und da wir ein wenig geschlendert sind, hätten wir fast noch das Schiff verpasst…“



Judith schrieb am 18.03.2008 um 17:15 Uhr weiter:

„Den Nachmittag kann man unter dem Begriff Freizeitstress zusammenfassen. Kaum zurück auf dem Schiff bat mich ein Crewmitglied nach einem Passagier zu schauen – das Problem hatte sich aber wohl schon von alleine gelöst, so dass wir nur ein nettes Gespräch führten und ich einige Tabletten gegen Seekrankheit abgestaubt habe – man kann ja nie wissen, wofür „frau“ sie noch braucht. Danach habe ich einen Rundgang durchs Schiff gemacht, um das Programm für morgen schon mal zu erkundschaften. Um 14:30 Uhr war dann der nächste Termin – auf Deck Leuchtturm „Kjenungskjaer“ anschauen und fotografieren und damit begann eine Landschaft mit tausenden von kleinen Inseln, durch die das Schiff heile durchkommen muss.
Kaum 30 Min. später begann dann ein schöner Film über die Lofoten. Danach sind wir in den Whirlpool gestiegen – zusammen mit, man mag es kaum glauben, echten Norwegern.
Aus dem Pool heraus genossen wir die Durchfahrt durch „Stokksundet“, eine sehr enge Durchfahrt, bei der man fast die Felsen mit der Hand berühren konnte. Die anderen Passagiere fotografierten fleißig, wobei zwei es nicht lassen konnten, auch uns im Pool zu knipsen…
Wieder getroffen haben wir zwei Gäste, die ihren Spaß hatten, uns bei unserem Endspurt in Trondheim zu beobachten. Nach dem Pool ging es dann in die Sauna mit Panoramablick und dann zum Schluß ab in die Dusche. Nun gibt es bald schon wieder Abendessen – wo bitte soll man da Urlaub machen?“

An Onsdag, 19.03.2008 um 15:40 Uhr entstand folgender Eintrag im Reisetagebuch:

„Eigentlich ist seit gestern Abend nicht mehr viel passiert. Das Abendessen bestand aus einem Salat mit Tomaten, Paprika und Feta, als Hauptgang gab es Rinderfilet mit Kartoffelgratin und für mich Gemüsebratling mit Kartoffelpüree und als Nachspeise noch ein leckeres Nusseis mit Moldebeeren, wobei wir uns über Aussehen und Geschmack dieser Beeren noch immer nicht einig sind…
Für gestern Abend war auch wieder Seegang angesagt – aber Judith hat es sogar ohne „Doping“ ganz gut überlebt… :)"

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